17.11.2019, von MR

Ortsbeauftragter in Jordanien

Joachim Bauer hilft bei Projektarbeit des Katastrophenschutzes

Quelle: thw.de

Als das Technische Hilfswerk kurz nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, waren seine Aufgaben hauptsächlich im Inland. Heute ist das THW weltweit im Katastrophenschutz aktiv. Bei großen Fluten, Erdbeben oder Tropenstürmen rückt es ebenso aus, wie bei humanitären Notlagen, etwa um Trinkwasser aufzubereiten.

Neben den zwei speziellen Auslandseinheiten im THW (SEEBA, SEEWA) kann sich aber auch jede interessierte Einsatzkraft für die Auslandseinsätze qualifizieren.

So hat sich in den letzten Jahren unser Ortsbeauftragter Joachim Bauer durch zahlreiche Lehrgänge auf diese besonderen Aufgaben vorbereitet und wird unter anderem als Logistiker und Ausbilder eingesetzt.

 

Und so ging es für Joachim im Oktober nach Jordanien. Denn seit längerem kooperiert das THW mit dem General Directorate of Jordan Civil Defense (JCD). Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist der Aufbau einer ehrenamtlichen Struktur im Bevölkerungsschutz. Hierfür stellt das THW die notwendige Ausstattung zur Verfügung, unterstützt bei Ausbildungen und leistet strategische Beratung vor Ort.

 

So waren bereits 2019 jordanische Ausbilder in Vilshofen zu Gast, um hier einiges über das THW zu erfahren. Dazu absolvierten sie hier eine komplette Grundausbildung mit dem Fokus darauf, diese Inhalte auch in ihrem Heimatland freiwilligen Helferinnen und Helfern beizubringen.

 

Joachim freute sich, die bekannten Teilnehmer aus dem „Train the Trainers“-Lehrgang nun vor Ort in ihrem Einsatzgebiet unterstützen zu können. Es war ein herzlicher Empfang bei warmen Temperaturen von 30° C vor Ort. Gemeinsam mit den jordanischen Ausbildern ging es zum Einsatzort, dem Flüchtlingslager Al Za´atari mit knapp 80.000 Einwohnern. Bei so vielen Menschen auf engem Raum gibt es immer was zu tun, gerade jetzt, wo der Winter naht. Daher entstand die Idee einen ehrenamtlichen Katastrophenschutz im Camp aufzubauen – eben mit Hilfe des THW aus Deutschland. 

 

Sein Engagement in Al Za´atri beschreibt unser Ortsbeauftragter wie folgt:

„Ich war für die Ausbildung in Sandsackmanagement und Sturzfluten zusammen mit dem Kollegen Anton Hünnemeyer-Weber aus dem OV Köln Nord-West zuständig. Da es in Jordanien regelmäßig zu extremen Regenereignissen und in deren Folge zu Sturzfluten und Überschwemmungen kommt, ist die Ausbildung notwendig.

An den ersten beiden Tagen wurde die Ausbildung theoretisch und praktisch vorbereitet sowie didaktisch und methodisch in Zusammenarbeit mit den Kollegen des JCD erarbeitet.

Die rund 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und dann jeweils für 2 Tage in den Bereichen Sandsackmanagement (dazu zählten füllen, binden, transportieren und verlegen), Sturzfluten und Möglichkeiten der Abwehr ausgebildet. Weitere Ausbildungsschwerpunkte waren Brandschutz, Erste-Hilfe und der Umgang mit Pumpen.

 

Nach zwei Wochen ging es für unseren Ortsbeauftragten wieder nach Hause, doch in wenigen Wochen ist er wieder für das THW im Ausland im Einsatz – diesmal nach Tunesien.

THW – Technische Hilfe Weltweit.

 


  • Quelle: thw.de

  • Quelle: thw.de

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